Was Lockout-Tagout bedeutet
Lockout-Tagout, kurz LOTO, beschreibt zwei Handgriffe, die zusammengehören.
- Lockout heißt, die Trennstelle einer Energiequelle mit einem Schloss zu sperren. Der Hauptschalter, das Ventil oder der Schieber lässt sich dann nicht mehr betätigen, solange das Schloss hängt.
- Tagout heißt, die gesperrte Stelle mit einem Anhänger zu kennzeichnen. Darauf steht, wer gesperrt hat, warum und seit wann.
Das Schloss verhindert das Einschalten. Der Anhänger erklärt allen anderen, warum die Maschine aus ist und wen sie fragen müssen.
Der Begriff stammt aus den USA. Dort regelt die Arbeitsschutzbehörde OSHA in 29 CFR 1910.147 „The control of hazardous energy (lockout/tagout)“. Die Vorschrift gilt für Wartungsarbeiten, bei denen ein unerwartetes Einschalten, ein Anlauf oder freigesetzte gespeicherte Energie Menschen verletzen kann. Im deutschen Sprachraum hört man dafür auch Wartungssicherung oder Sicherung gegen Wiedereinschalten.
Warum LOTO in Deutschland kein eigener Rechtsbegriff ist
Das deutsche Arbeitsschutzrecht schreibt meist keine bestimmte Methode vor. Es beschreibt Schutzziele. Wie der Betrieb sie erreicht, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Deshalb finden Sie in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) das Wort Lockout-Tagout nicht. Fachbeiträge weisen ausdrücklich darauf hin, dass LOTO in Deutschland nicht als solches vorgeschrieben ist.
Ganz unbekannt ist der Begriff im Regelwerk trotzdem nicht. Die TRBS 2111 zu mechanischen Gefährdungen nennt in Abschnitt 5.3.3 als beispielhafte organisatorische Maßnahme das „Anbringen von personalisierten Blockier- und Verriegelungssystemen sowie deren Kennzeichnung (Lockout-Tagout)“. Gemeint ist damit, das Ingangsetzen von Arbeitsmitteln durch Dritte zu verhindern.
Technische Regeln für Betriebssicherheit konkretisieren die Verordnung. Wer sie einhält, kann davon ausgehen, die Anforderungen der BetrSichV zu erfüllen. Wer einen anderen Weg wählt, muss mindestens dieselbe Sicherheit erreichen. LOTO ist also keine Pflicht. Es ist aber ein anerkannter Weg, die Pflichten aus der BetrSichV nachweisbar zu erfüllen.
Was die BetrSichV verlangt
Zwei Paragrafen sind für die Sicherung bei der Instandhaltung zentral.
§ 8 BetrSichV betrifft die Ausstattung der Arbeitsmittel. Arbeitsmittel dürfen sich nur absichtlich in Gang setzen lassen. Wo nötig, muss sich das Ingangsetzen sicher verhindern lassen (Absatz 4). Außerdem muss sich ein Arbeitsmittel stillsetzen und von jeder Energiequelle trennen lassen. Gespeicherte Energie muss sich entladen lassen, oder es braucht entsprechende Gefahrenhinweise (Absatz 5).
§ 10 BetrSichV regelt die Instandhaltung selbst. Instandhaltung wird auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung durchgeführt, und zwar von fachkundigen, beauftragten und unterwiesenen Beschäftigten (Absatz 2). Absatz 3 zählt auf, was der Arbeitgeber für sichere Instandhaltungsarbeiten tun muss. Für LOTO sind diese Punkte besonders wichtig.
- Verantwortlichkeiten für die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen festlegen (Nummer 1)
- eine ausreichende Kommunikation zwischen Bedien- und Instandhaltungspersonal sicherstellen (Nummer 2)
- den Arbeitsbereich absichern und Unbefugte fernhalten (Nummer 3 und 4)
- Gefährdungen durch bewegte oder angehobene Teile sowie durch gefährliche Energien oder Stoffe vermeiden (Nummer 6)
- Einrichtungen bereitstellen, mit denen gespeicherte Energien nach der Trennung beseitigt werden können, und diese kennzeichnen (Nummer 7)
- Systeme für die Freigabe bestimmter Arbeiten anwenden (Nummer 12)
Absatz 4 ergänzt einen Punkt, der in der Praxis oft übersehen wird. Werden für die Instandhaltung Schutzeinrichtungen des Normalbetriebs ganz oder teilweise außer Kraft gesetzt, muss die Sicherheit für die Dauer der Arbeiten auf andere Weise gewährleistet sein.
Was die TRBS 1112 ergänzt
Die TRBS 1112 Instandhaltung (Ausgabe März 2019) konkretisiert § 10 BetrSichV.
- Abschnitt 3 unterscheidet zwischen der Person, die für den Betrieb der Anlage verantwortlich ist, und der Person, die für die Instandhaltungsarbeiten verantwortlich ist. Die Sicherungsmaßnahmen am Arbeitsmittel veranlasst der Arbeitgeber mit der Betriebsverantwortung. Beschäftigte im Umfeld werden über Zeit, Ort und Inhalt der Arbeiten informiert.
- Abschnitt 4.4 greift die Liste aus § 10 Absatz 3 auf und nennt Freigabe- oder Erlaubnisscheinverfahren. Beschäftigte werden für die jeweiligen Arbeiten gesondert unterwiesen.
- Abschnitt 5.1 legt fest, dass die Arbeiten erst beginnen dürfen, wenn die Schutzmaßnahmen getroffen und auf ihre Wirksamkeit überprüft sind.
- Abschnitt 5.2 beschreibt die Erprobung und den Abschluss. Am Ende muss sich das Arbeitsmittel wieder in einem sicheren und funktionsfähigen Zustand befinden.
- Anhang 2 nennt beispielhafte Schutzmaßnahmen. Dazu gehören Systeme vor Arbeitsbeginn drucklos und medienfrei zu machen, Restenergien wie Federspannung oder Eigengewicht zu beseitigen und bei elektrischen Gefährdungen die fünf Sicherheitsregeln zu beachten.
Es gibt außerdem eine TRBS 1112 Teil 1. Sie behandelt ausschließlich Explosionsgefährdungen bei und durch Instandhaltungsarbeiten. Für die Sicherung gegen Wiedereinschalten an gewöhnlichen Maschinen ist die TRBS 1112 ohne Teilnummer maßgeblich.
Die DGUV Information 209-015 „Instandhaltung an Maschinen und Anlagen“ ist im Juni 2026 neu erschienen. Sie hält fest, dass Maschinen von jeder einzelnen Energiequelle trennbar und abschließbar sein müssen, wenn ein Wiedereinschalten Personen gefährden kann. Restenergie muss sich ohne Risiko für Personen ableiten lassen. Neu aufgenommen wurden unter anderem Restenergien, Fremdfirmen, Freigabescheine und Manipulation.
Die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik
Für Arbeiten an elektrischen Anlagen gibt es seit Langem ein eigenes Verfahren. Die DIN VDE 0105-100 beschreibt die fünf Sicherheitsregeln, die in dieser Reihenfolge angewendet werden.
- Freischalten
- Gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen
- Erden und kurzschließen
- Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
Regel zwei ist im Kern der Lockout. LOTO überträgt diesen Gedanken auf alle anderen Energiearten. Bei elektrischen Arbeiten ersetzt LOTO die fünf Sicherheitsregeln nicht, sondern ergänzt sie.
Ein LOTO-Verfahren in neun Schritten
Die Schritte folgen dem Ablauf, den TRBS 1112 und OSHA 1910.147 beschreiben. Passen Sie sie an Ihre Maschinen und Ihre Gefährdungsbeurteilung an.
1. Vorbereiten
Ermitteln Sie für jede Maschine, welche Energien wirken und wo sich die Trennstellen befinden. Legen Sie fest, wer die Arbeit verantwortet und wer die Sicherung durchführt. Halten Sie das in einer maschinenbezogenen Verfahrensbeschreibung fest. Dann muss niemand im Ernstfall suchen.
2. Informieren
Sagen Sie dem Bedienpersonal und allen Beschäftigten im Umfeld Bescheid, bevor Sie abschalten. Wer weiß, dass gearbeitet wird, versucht nicht, die Maschine wieder anzufahren. Das verlangt § 10 Absatz 3 Nummer 2 BetrSichV ausdrücklich.
3. Abschalten
Fahren Sie die Maschine auf dem normalen Weg herunter, so wie es die Betriebsanleitung vorsieht. Ein abruptes Trennen im laufenden Betrieb kann selbst neue Gefährdungen erzeugen.
4. Alle Energiearten trennen
Trennen Sie die Maschine an jeder Trennstelle von jeder Energiequelle. Ein Befehl über die Steuerung reicht dafür nicht. Auch ein Not-Halt-Taster gilt in der Fachliteratur nicht als Trenneinrichtung. Viele Maschinen haben mehr als eine Energieart, etwa Strom und Druckluft. Beide müssen getrennt sein.
5. Abschließen und kennzeichnen
Jede Person, die an der Maschine arbeitet, hängt ihr eigenes Schloss an die Trennstelle. Den Schlüssel behält sie bei sich. Dazu kommt ein Anhänger mit Name, Grund und Datum. So sieht jeder auf den ersten Blick, dass hier gearbeitet wird und von wem.
6. Restenergie abbauen
Nach dem Trennen kann noch Energie im System stecken. Druckspeicher und Leitungen stehen unter Druck, Federn sind gespannt, angehobene Teile können absinken, Oberflächen sind heiß. Bauen Sie diese Energie gezielt ab oder sichern Sie sie mechanisch. Die Einrichtungen dafür müssen nach § 10 Absatz 3 Nummer 7 BetrSichV vorhanden und gekennzeichnet sein.
7. Wirksamkeit prüfen
Prüfen Sie, ob die Maschine wirklich energiefrei ist, bevor jemand eingreift. Die TRBS 1112 verlangt diese Prüfung vor Arbeitsbeginn. Bei elektrischen Anlagen gehört dazu das Feststellen der Spannungsfreiheit. Wie die Prüfung für andere Energiearten aussieht, legen Sie in der Verfahrensbeschreibung fest.
8. Arbeiten
Schlösser und Anhänger bleiben während der gesamten Arbeit hängen. Treten unerwartete Gefährdungen auf, unterbrechen Sie die Arbeit und legen die weiteren Maßnahmen fest. Erst danach geht es weiter. So sieht es auch Abschnitt 5.1 der TRBS 1112 vor.
9. Freigeben und wieder einschalten
Der Rückweg verdient dieselbe Sorgfalt wie das Abschalten.
- Werkzeug und Hilfsmittel aus der Maschine entfernen
- Schutzeinrichtungen wieder anbringen und auf Funktion prüfen
- sicherstellen, dass sich niemand mehr im Gefahrbereich aufhält
- Schlösser und Anhänger entfernen, jedes durch die Person, die es angebracht hat
- Bedienpersonal und Umfeld informieren, bevor die Maschine wieder anläuft
War die Instandhaltung eine prüfpflichtige Änderung, ist das Arbeitsmittel vor der nächsten Verwendung zu prüfen. Darauf weist die TRBS 1112 in Abschnitt 5.2 hin.
Die Energiearten im Überblick
| Energieart | Typische Quelle | Wie Sie trennen und sichern |
|---|---|---|
| Elektrisch | Netzanschluss, Steuerspannung, Kondensatoren | Hauptschalter abschließen und die fünf Sicherheitsregeln anwenden |
| Hydraulisch | Pumpen, Druckspeicher, Zylinder | Pumpe trennen, System drucklos machen, Druckspeicher entladen |
| Pneumatisch | Druckluftnetz, Druckluftbehälter | Absperrventil schließen und abschließen, Restdruck ablassen |
| Mechanisch | Federn, Schwungmassen, nachlaufende Teile | Stillstand abwarten, Federspannung abbauen, bewegliche Teile blockieren |
| Thermisch | heiße Oberflächen, Dampf, Heizungen, Kältemittel | Heizung trennen, abkühlen lassen, Temperatur prüfen |
| Schwerkraft | angehobene Lasten, Hubtische, Pressenstößel | Teile absenken oder mit Wartungsstützen sichern |
Die TRBS 2111 nennt als Beispiele ausdrücklich, Systeme druckfrei zu machen, angehobene Maschinenteile abzusenken und beim Aufenthalt unter angehobenen Teilen Wartungsstützen einzusetzen.
Welches Material Sie brauchen
LOTO braucht keine große Investition. Wichtig ist, dass die Ausrüstung zur Maschine passt und für alle verfügbar ist.
- Sicherheitsschlösser, idealerweise persönlich zugeordnet und mit nur einem Schlüssel
- Anhänger zum Beschriften mit Name, Grund und Datum
- Sperrbügel mit mehreren Löchern, damit mehrere Personen an einer Trennstelle abschließen können
- Sperren für Schalter, Leitungsschutzschalter, Stecker und Ventile, wenn sich die Trennstelle selbst nicht abschließen lässt
- Gruppensperrbox für größere Anlagen mit vielen Trennstellen
Viele Hauptschalter an Maschinen lassen sich in der Aus-Stellung direkt abschließen. Prüfen Sie bei älteren Maschinen, ob das der Fall ist. Fehlt die Möglichkeit, ist das ein Punkt für die Gefährdungsbeurteilung.
Gruppenverriegelung bei mehreren Beteiligten
Arbeiten mehrere Personen oder mehrere Gewerke an einer Anlage, reicht ein einziges Schloss nicht. Sonst nimmt die erste Person, die fertig ist, das Schloss ab, während andere noch in der Maschine arbeiten.
Bewährt haben sich zwei Wege. Bei wenigen Trennstellen hängt jede Person ihr Schloss an einen gemeinsamen Sperrbügel. Bei vielen Trennstellen sichert eine verantwortliche Person alle Trennstellen und legt die Schlüssel in eine Gruppensperrbox. Jede beteiligte Person hängt dann ihr eigenes Schloss an diese Box. Die Anlage lässt sich erst wieder einschalten, wenn alle ihr Schloss entfernt haben.
Die OSHA-Vorschrift beschreibt das als Gruppenverfahren. Eine verantwortliche Person behält den Überblick über alle Beteiligten, und jede Person bringt zu Beginn ihr eigenes Schloss an und entfernt es erst nach ihrer Arbeit. Regeln Sie außerdem den Schichtwechsel. Auch dafür verlangt die OSHA-Vorschrift ein festgelegtes Verfahren, damit der Schutz bei der Übergabe nicht unterbrochen wird. Sind Fremdfirmen beteiligt, stimmen sich die Arbeitgeber nach TRBS 1112 über die Schutzmaßnahmen ab. Besteht eine erhöhte Gefährdung für Beschäftigte anderer Arbeitgeber, ist nach § 13 BetrSichV eine koordinierende Person schriftlich zu bestellen.
Typische Fehler
- Nur die Steuerung ausgeschaltet. Ein Aus über das Bedienfeld oder ein gedrückter Not-Halt trennt die Maschine nicht von der Energiequelle.
- Eine Energieart vergessen. Der Strom ist aus, aber der Druckspeicher ist noch voll oder ein angehobenes Teil ist nicht gesichert.
- Keine Wirksamkeitsprüfung. Ohne Prüfung bleibt unbemerkt, wenn die falsche Trennstelle gesperrt wurde.
- Ein Schloss für alle. Wer zuerst fertig ist, hebt die Sicherung für die anderen mit auf.
- Fremde Schlösser entfernt. Ist die Person, die ein Schloss gesetzt hat, nicht erreichbar, braucht es ein festgelegtes Verfahren. Die OSHA-Vorschrift verlangt dafür unter anderem, dass geprüft wird, ob die Person den Betrieb verlassen hat, und dass sie informiert wird, bevor sie die Arbeit wieder aufnimmt.
- Bedienpersonal nicht informiert. Wer nichts von der Arbeit weiß, versucht die Maschine wieder anzufahren.
- Schutzeinrichtungen überbrückt. Die DGUV Information 209-015 bewertet das wissentliche Überbrücken einer Schutzeinrichtung ohne Ersatzmaßnahme als Manipulation und als schwerwiegenden Verstoß.
Dokumentation und Unterweisung
Ein LOTO-Verfahren wirkt nur, wenn alle es kennen und gleich anwenden. Drei Dokumente bilden das Gerüst.
- Gefährdungsbeurteilung. Sie begründet, an welchen Maschinen und bei welchen Tätigkeiten LOTO angewendet wird.
- Verfahrensbeschreibung je Maschine. Sie listet Energiearten, Trennstellen, Restenergien und die Prüfung der Wirksamkeit. Ein Foto der Trennstellen hilft im Alltag mehr als jede Beschreibung.
- Freigabeschein. Die DGUV Information 209-015 nennt Freigabescheine als eine Möglichkeit, die Gefährdungsbeurteilung für Instandhaltungsarbeiten zu dokumentieren. Für gefährliche oder komplexe Arbeiten sieht die TRBS 2111 schriftliche Arbeitsgenehmigungen vor.
Aus der Gefährdungsbeurteilung entstehen Betriebsanweisungen. Sie sind nach der DGUV Information 209-015 die Grundlage für die Unterweisung. Das Wissen über Gefährdungen muss dort regelmäßig vermittelt werden. Unterweisen Sie praktisch an der Maschine, nicht nur im Schulungsraum. Beziehen Sie auch Bedienpersonal ein, das selbst nicht instand hält. Es muss wissen, was ein Schloss und ein Anhänger an der Trennstelle bedeuten. Für den Einstieg eignen sich unsere Sicherheitsunterweisung Vorlagen.
Instandhaltungsaufträge und Unterweisungen digital organisieren
Das Schloss an der Trennstelle kann keine Software ersetzen. Was sich digital gut organisieren lässt, ist alles drumherum. Gemeint sind Aufträge, Zuständigkeiten, Nachweise und Unterweisungen.
Mit der Wartungssoftware von tagIDeasy bündeln Sie fällige Wartungen zu Aufträgen und weisen sie Ihrem Team zu. Ersatzteile und Kosten halten Sie am Auftrag fest, und jede Wartung steht danach in der Historie des Betriebsmittels. Defekte melden Mitarbeitende per App direkt am Betriebsmittel. In der Reparaturverwaltung wird das Betriebsmittel dann als reparaturbedürftig und nicht einsatzbereit gekennzeichnet, sichtbar im Web und per Scan vor Ort. Wieder freigegeben ist es erst nach dokumentierter Behebung und erfolgreicher Prüfung. Mit dem Modul Unterweisungen planen und belegen Sie Unterweisungen und behalten Qualifikationen der Prüfenden mit Ablaufdatum im Blick.
Wie Instandhaltung und Arbeitssicherheit an dieser Stelle zusammenspielen, beschreibt unser Beitrag zur Übergabe zwischen Instandhaltung und Arbeitssicherheit.
Fazit
Lockout-Tagout ist in Deutschland keine eigene Pflicht. Die Pflichten dahinter sind es sehr wohl. Die BetrSichV verlangt, Maschinen bei der Instandhaltung von allen Energiequellen zu trennen, gegen Ingangsetzen zu sichern, Restenergie abzubauen und die Arbeiten freizugeben. LOTO macht daraus einen festen Ablauf, den jede beteiligte Person kennt und den Sie nachweisen können.
Quellen
- § 8 BetrSichV, Schutzmaßnahmen bei Gefährdungen durch Energien, Ingangsetzen und Stillsetzen
- § 10 BetrSichV, Instandhaltung und Änderung von Arbeitsmitteln
- TRBS 1112 Instandhaltung, Ausgabe März 2019
- TRBS 1112 Teil 1, Explosionsgefährdungen bei und durch Instandhaltungsarbeiten
- TRBS 2111, Mechanische Gefährdungen, Abschnitt 5 Beispielhafte Maßnahmen
- DGUV Information 209-015, Instandhaltung an Maschinen und Anlagen, Ausgabe Juni 2026
- DIN VDE 0105-100 und die fünf Sicherheitsregeln, TÜV NORD
- Wartungssicherung mit Lockout-Tagout, elektrofachkraft.de
- Lockout Tagout, was steckt dahinter, computer-automation.de
- OSHA 29 CFR 1910.147, The control of hazardous energy (lockout/tagout)